Die Abrechnungsfragen rund um Corona (SARS-CoV-2) nehmen deutlich zu. Mit diesem Artikel bringen wir Licht ins Dunkle, wenn es um das Thema „Abrechnung rund um Corona“ geht.

Wir haben bereits in einem separaten Artikel erläutert, wie Sie die Videosprechstunde abrechnen können.

In diesem Artikel erläutern wir Ihnen die Abrechnungsmöglichkeit eines Abstrichs sowie eines Antikörper-Schnelltests.

 

1. Abstrich:

Für die Entnahme eines Abstrichs kann die Ziffer 298 analog „Virologischer Abstrich“ verwendet werden (2,3-fache Satz entspricht 5,36 Euro). Der Abstrich erfolgt primär als Rachenabstrich. Sollte es notwendig sein, dass sowohl ein Rachenabstrich sowie ein Nasenabstrich entnommen wird, kann die Ziffer doppelt berechnet werden.

 

2. Antikörper Schnelltest durch Blutabnahme

Der medizinische Nutzen von Antikörper-Schnelltests ist derzeit umstritten und wird daher eher als Selbstzahlerleistung infrage kommen. Sollten Sie einen Antikörper-Schnelltest durchführen, haben Sie die Möglichkeit, diesen analog mit der GOÄ-Ziffer 4636 (Lichtmikroskopische Untersuchung zum Nachweis von Viren) abzurechnen (1,15-fache Satz entspricht 19,44 Euro). Eine andere Möglichkeit der Abrechnung wäre die Ziffer 4644 GOÄ analog, wie sie auch für Influenza-Schnelltests in Ansatz gebracht wird. Hier fällte das Honorar mit 16,76 Euro etwas niedriger aus. Bei der Wahl der Analogziffer sind die Einkaufspreise des Schnelltests zu berücksichtigen.

Bitte beachten Sie, dass Sie aufgrund der hohen Ansteckungsgefahr auch hohe Schutzmaßnahmen ergreifen. Dieser erhöhte Aufwand sollte sich auch in der Abrechnung wiederspiegeln. Sie haben somit die Möglichkeit, Ihre Beratungs- und Untersuchungsleistungen mit erhöhtem Faktor abzurechnen.